183. Geisterhafte Kinder.

Vor Zeiten ging der Gendarm S. in Wernigerode des Nachts seinem Berufe nach und wollte die Nachtpatrouillen controliren; da kam er, zwischen 11 und 12 Uhr, zur Kochstraße herunter, es war heller Mondschein; auf einmal ging's: quatsch, und es fiel ein Kind vor ihm nieder, welches ihn freundlich anlachte. Er blickte herauf und: quatsch! kam noch eins aus der Luke geflogen; quatsch! da lag noch eins. Alsbald faßte er das erste Kind und wollte es mitnehmen, das Kind wurde [75] immer größer und schwerer, zuletzt war es ein großer Kerl und er mußte ihn niederlegen; er sah sich um, und es waren aus den andern beiden auch zwei große Kerls geworden. S. ging nach Hause und legte sich in's Bett, und ist danach krank geworden.

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TextGrid Repository (2026). Collection 17. 183. Geisterhafte Kinder. 183. Geisterhafte Kinder. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4ch74.0