202. Das Naggewîfken.

Mündlich.


In einem Siepen (quellige Bergmulde) am Kahlenberge bei Alten-Hundem erscheint dem nächtlichen Wanderer oft das Naggewîfken, klein, gebückt und weiß gekleidet. Wer ihr begegnet, dem setzt sie sich auf den Rücken, und wird, je weiter er geht, je schwerer. So läßt sie sich bis ans Dorf tragen, wo sie verschwindet.


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TextGrid Repository (2026). Kuhn, Adalbert. 202. Das Naggewîfken. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4cn3p.0