23.

Juckt einem die linke Hand, so nimmt man Geld ein, juckt die rechte, so gibt man Geld aus. – Juckt die innere Handfläche, so bekommt man Schätze (Saterld.). – Weiße Flecke auf den Fingernägeln bedeuten Glück, namentlich Geschenke, neue Kleider; wenn die Nägel blühen, blüht auch das Glück; dunkle Flecke bedeuten Unglück (Bösel). In gewissen Kreisen deutet man die weißen Flecken, vom Daumen anfangend: Beschenkt, gekränkt, geehrt, geliebt, gehaßt. – Rotes Haar deutet auf unzuverlässigen, falschen oder schlechten Charakter: [34] »Root Haar un Ellernholt wasset up kinen gauden Grund.« »Rotbart, schlimme Art.« »Krus Haar, krusen Sinn, doar sitt de Düwel dremal in.« – Wenn einem die Haut schaudert, sagt man: »De Dod loppt mi oewer dat Graff.« – Die Person, welche am Weihnachtsabend keinenSchatten wirft (Blexen), oder an deren Schatten auch nur der Kopf fehlt (Münsterld.), muß im nächsten Jahre sterben.

CC-BY-3.0


Rechtsinhaber*in
Kolimo+

Zitationsvorschlag für dieses Objekt
TextGrid Repository (2026). Collection 27. 23. [Juckt einem die linke Hand, so nimmt man Geld ein, juckt die rechte]. 23. [Juckt einem die linke Hand, so nimmt man Geld ein, juckt die rechte]. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4fd8c.0