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Ein Mann aus dem Kirchspiel Wardenburg war in großer Geldverlegenheit. Er mußte in Oldenburg eine bedeutende Summe bezahlen, und wenn er dies nicht an dem bestimmten Tage tat, verlor er seine Landstelle, verlor er Hab und Gut. Alle seine Bemühungen, das Geld zu erlangen, waren fruchtlos, und betrübt wanderte er am Morgen des Termintages noch vor Sonnenaufgang nach der Stadt zu, um sein Unvermögen anzuzeigen. Da erschien ihm auf der Südseite zwischen Wardenburg und Tungeln der Böse und versprach ihm Geld zur Bezahlung aller seiner Schulden, eine ganze Tasche voll, wenn er ihm seine Seele verschreiben wolle. Lange kämpfte der Bauer gegen den Versucher, endlich unterlag er. Dem dargebotenen Gelde die Hosentasche öffnend rief er: »Nu denn, in Gottes Namen herin!« Der Böse warf das Geld hinein und verschwand. Als aber der Mann in Oldenburg das Geld aus der Tasche nehmen wollte, war diese voll Koth. Der Teufel hatte den Namen Gottes nicht ertragen können.