1.

Dor is mal eins 'n Jung west, dei hett na sin Mutter slagn. Dorup starw hei, und as hei bigraw'n is, wasst em sin Hand ut de Ird. Dunn seggen dei Lüd tau sin Mutter, sei sall dei Hand mit 'ne Raud' haug'n. Dit hett dei Mutter dan, un denn hett dei Dod' ümmer dei Hand rinner treckt; œwer den annern Morgen is dei Hand ümmer wedder dor west. Tauletzt hett dei Scharprichter kamen müst und hett dei Hand awhaugt. Dei is dunn in 'ne Schachtel leggt un in 'ne Kirch upbiwort word'n.


Küster Schwartz in Bellin, aus dem Munde einer alten Frau. Vgl. Schwarz 86; NS. 28, 46; Temme, Volkssagen der Altmark 56.


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TextGrid Repository (2026). Bartsch, Karl. 1. [Dor is mal eins 'n Jung west, dei hett na sin Mutter]. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4fjws.0