378. An Johanna Keßler

378. An Johanna Keßler


München 21. Febr. 77


Liebe Tante!

Immer noch hab ich nicht reihum gegeßen. Heut Abend wieder. Gestern beim Ziegler in der Residenz bis 2 Uhr morgens Champagner getrunken. Wöhnlich und erholend sind die Abende bei Pilotys. Ich fühle mich allmählig etwas zerrüttet und mulstrig und sehne mich nach Ruhe und Einsamkeit. So in acht Tagen denk ich fort zu gehen.

Herzl. Grüße!

Ihr W. Busch.


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TextGrid Repository (2026). Busch, Wilhelm. 378. An Johanna Keßler. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4gr6s.0